UEK (Hg.): Liturgie des Willkommens - page 11

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Der R a hmen
Einen geeigneten Ort aufsuchen
Es handelt sich in einer Wiedereintrittsstelle
ebenso wie im örtlichen Pfarramt um ein per-
sönliches Gespräch, das unter der seelsorgli-
chen Schweigepflicht steht. Darum ist eine
ungestörte Gesprächssituation sicherzustel-
len. Ein Raum, der eine freundliche Atmo-
sphäre ausstrahlt, lädt zum Eintreten ein.
Den Eintretenden Raum geben
Der/die kirchliche Gesprächspartner/in soll­
te den Wiedereintretenden Gelegenheit ge­
ben, mitzuteilen, was sie bewegt. Kirche bie-
tet Menschen Raum, sich frei zu äußern –
gerade das Wiederaufnahmegespräch sollte
das spüren lassen.
Die Schweigepflicht beachten
Abgesehen von den urkundlich niederge­
schriebenen Daten des oder der Eintreten­
den stehen alle Informationen aus dem Ge­
spräch unter der seelsorglichen Schweige­
pflicht. Dies ist auch bei einer Dokumenta­
tion in den Eintrittsstellen zu beachten, wo
entsprechende Angaben (z. B. über die Grün­
de des Austritts und Wiedereintritts) nur
anonymisiert festgehalten werden dürfen.
Woran zu denken i st
Merkblatt zum
Wi ederaufnahmegespräch
Z um Ge spr ächs v er l au f
1. Die Aufnehmenden stellen sich vor
und legen kurz dar, was die Wiederein-
tretenden erwartet.
Im Verlauf des Gesprächs sind Formulare
(ggf. eine Urkunde) auszufüllen und zu un-
terschreiben. Das genaue Verfahren ist in
den Landeskirchen unterschiedlich. Vielfach
gilt mit der Erklärung in einer Eintritts-
stelle der Eintritt als vollzogen. In manchen
Landeskirchen ist das Wohnsitzpfarramt
oder der Kirchenvorstand bzw. das Presby-
terium einzubeziehen.
2. Klären: Wann und wo ist
die / der Interessierte getauft?
Die Wiedereintretenden sind getaufte Chris­
ten und Christinnen, die früher einmal der
evangelischen Kirche angehört haben.
4
Die-
se rechtliche Voraussetzung kann mit einer
biographischen Rückfrage verbunden wer-
den: Was ist dem Eintretenden über die Um-
stände seiner Taufe bekannt? Ist ein Tauf-
spruch überliefert oder lässt er sich viel-
leicht noch herausfinden?
4 Nicht getaufte Interessierte sind an den zu-
ständigen Pfarrer oder die Pfarrerin am
ersten Wohnsitz zu vermitteln. Eintrittswil­
lige, die in einer anderen Kirche getauft
wurden und dort ausgetreten sind, vollzie-
hen den „Eintritt“ in die evangelische Kir-
che. Ob die in der anderen Kirche vollzoge-
ne Taufe in der evangelischen Kirche aner-
kannt wird, ist im Einzelfall zu überprüfen.
Alle Taufen werden anerkannt, die in einer Kir-
che vollzogen wurden, die die „wechselseitige
Anerkennung der Taufe“ vom 29.4.2007 („Mag-
deburger Erklärung“, abgedruckt im Kirchli-
chen Amtsblatt der EKD, Nr. 1/2013, S. 30) un-
terzeichnet hat.
Es sind dies die … (siehe nächste Seite)
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