Allgemein
Stolina: Nicht sehen und glauben
Ralf Stolina Nicht sehen und glauben Betrachtungen zur Anfechtung des Glaubens und der Barmherzigkeit Gottes 242 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0786-6 Glaube im Spannungsfeld – zwischen Zweifel und Vertrauen. Glaube ist nicht nur Gewissheit, sondern auch Ringen, Fragen und Anfechtung. Dieses tiefgründige Werk nimmt genau diese Erfahrung ernst und zeigt: Gerade im Zweifel kann Gottes Nähe erfahrbar werden. In der Auseinandersetzung mit zentralen Gedanken der reformatorischen Theologie wird deutlich, dass echter Glaube nicht nur verstanden, sondern erlebt werden will. Anfechtung wird dabei nicht als Schwäche gedeutet, sondern als Teil eines lebendigen, ehrlichen Glaubenswegs. Ein Buch, das Trost spendet, zum Nachdenken anregt und neue Perspektiven eröffnet – besonders für alle, die ihren Glauben auch in schwierigen Zeiten vertiefen möchten.
Zimmer - »ob Gottes wort schon nicht da ist«
Jörg Zimmer »ob Gottes wort schon nicht da ist« Funktion und Bedeutung von Sprichwörtern bei Martin Luther320 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0941-9zum eBook gelangeSie hier Entdecke ein verborgenes Kapitel der Sprachgeschichte – neu erzählt. Mitten im 19. Jahrhundert taucht in einem unscheinbaren Antiquariat in Breslau eine Sensation auf: eine bislang unbekannte Handschrift von Martin Luther. Zunächst unbeachtet, wandert sie nach England und verschwindet dort erneut für Jahre in den stillen Regalen einer traditionsreichen Bibliothek. Doch ihr Inhalt ist alles andere als still. In einem kleinen Oktavheft sammelt Luther ab etwa 1530 ganze 489 deutsche Sprichwörter und Redensarten – ein faszinierender Blick in die lebendige Alltagssprache seiner Zeit. Warum er diese Sammlung anlegt? Die Antworten darauf waren lange Spekulation. Jetzt bringt Jörg Zimmers fundierte Untersuchung frischen Wind in die Forschung: Luther hat seiner Sammlung offenbar doch eine programmatische Überschrift gegeben – „Art gehet uber künst“. Ein Satz, der mehr ist als ein Titel: ein Statement. Er offenbart Luthers tiefes Interesse am unverfälschten, göttlich inspirierten Sprachschatz des Volkes. Ein spannendes Stück Kulturgeschichte wird neu beleuchtet – präzise, überraschend und hochaktuell.
Kellermann: Tersteegens Gemeinschaft auf der Otterbeck und ihre Regeln
Ulrich Kellermann Tersteegens Gemeinschaft auf der Otterbeck und ihre Regeln Frömmigkeit zwischen eremitenhaftem Quietismus und geschwisterlichem Pietismus 256 Seiten | 14,8 x 21,0 cm PaperbackISBN: 978-3-7858-0884-9 Zum eBook gelangen Sie hier Der Mülheimer Laientheologe und Prediger Gerhard Tersteegen (1697 – 1769) hat eine klosterähnliche Kommunität gegründet als demonstratives Vorbild für die Frömmigkeit der Kirche seiner Zeit. 1727 begann er mit den Berufungen von Brüdern und Schwestern in das Haus auf der Otterbeck (bei Heiligenhaus). In ihm sollte ein jeder den privaten Raum für die Frömmigkeit, die Tersteegen vorlebte, finden und wahren: Abkehr von der Welt, Herzensgebet, Schweigen und andere Übungen zur Erfahrung der Gegenwart Gottes auf dem Seelengrund.Der Band stellt die inspirierenden Vorbilder Tersteegens für diese Gründung vor und schildert die Konflikte innerhalb der Gemeinschaft: Tersteegen allein bestimmte „väterlich autoritär“ ihre Lebensweise, allerdings nur per Briefpost aus dem entfernten Mülheim. 1732 sah er sich genötigt, eine Hausordnung zu schaffen – Vorbild war hier Benedikt von Nursia u.a. In den späten 40er Jahren stellte Tersteegen resigniert zunehmend den Briefkontakt ein: Er sah sein Werk auf der Otterbeck gescheitert.Textgrundlagen der Studie bleiben die 2008 von Gustav A. Benrath edierten Tersteegenbriefe und drei überlieferte Abschriften der Otterbeckregel. Sie gehört zu den wenigen Zeugnissen des die leibhaftige geschwisterliche Gemeinschaft scheuenden Predigers, die eine gewisse Nähe zum gemeinschaftsbetonenden Pietismus verraten.
Niemöller jr.: Evangelische Kirchenführer bei Hitler
Martin Niemöller jr. Evangelische Kirchenführer bei Hitler Der Kanzlerempfang vom 25. Januar 1934 160 Seiten | 12.5 x 19,0 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0807-8 zum eBook gelangen Sie hier Im Angesicht des DiktatorsDer Empfang Hitlers für führende Vertreter der evangelischen Kirche Anfang 1934 gilt als Wendepunkt in der Geschichte des Kirchenkampfs. Bisherige Beschreibungen des etwa 1¼-stündigen Treffens stützen sich auf teilweise widersprüchliche Mitteilungen und nicht immer verlässliche Quellen.Mit der vorliegenden Studie wird erstmals versucht, das Treffen allein aufgrund der Berichte von Teilnehmern mit einer gleichsam richterlichen Beweiswürdigung zu rekonstruieren. Dabei ergibt sich ein erstaunlich klares Bild. Es zeigt deutlicher als zuvor, weshalb der Versuch der Bekenntnistreuen, den Reichsbischof zu stürzen, den „Deutschen Christen“ Paroli zu bieten und eine Reform der Kirchenverfassung einzuleiten, scheiterte: an List, Lüge und Gewalt des Gegners, aber auch an eigenem Versagen.Und es zeigt zudem, dass und warum dies ein Wendepunkt war, eine Wendung von der vielfach gleichgeschalteten Organisation des traditionellen Kirchenregiments hin zu den freien Formen der Synoden und Bruderräte, einer Selbstorganisation, in der die Bekennende Kirche entstand.Der Autor ist der Sohn des bekannten Widerstands-Theologen Martin Niemöllermit zeitgenössischen BildernDie Faktenlage wird wie in einem juristischen Prozess aufgearbeitetMartin Niemöller jr.:geboren 1935 in Berlin-Dahlem, Sohn des Pastors und hessischen Kirchenpräsidenten gleichen Namens, ist in Wiesbaden aufgewachsen. Er war sechs Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht und von 1980 bis 2000 am Bundesgerichtshof. Nach seiner Pensionierung veröffentlichte er eine Reihe von verfassungs- und strafprozessrechtlichen Arbeiten; daneben war er zeitweise Gastdozent an der Deutschen Rechtsschule in Warschau. Er lebt in Ettlingen/Baden.
Norwood: Pilgerweg des Glaubens
Donald W. Norwood Pilgerweg des Glaubens Der Ökumenische Rat der Kirchen stellt sich vor 256 Seiten | 15,2 x 22,2 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0815-3 Leseprobe Wenn Geschichte zum Leben erweckt wird Als weltweite Gemeinschaft von Kirchen mit 560 Millionen Christen hat sich der Ökumenische Rat der Kirchen in seinem Streben nach einer tieferen Einheit unter den Christen und nach Gerechtigkeit und Frieden für die Menschheit mehrfach gewandelt. Diese im 70. Jubiläumsjahr des Rates veröffentlichte Publikation ist eine zeitgemäße Erinnerung an die reiche Geschichte des ÖRK und seine Bedeutung für die Mitgliedskirchen und die ganze Welt im 21. Jahrhundert.In der frischen und aufschlussreichen historischen Skizze zeichnet Donald Norwood den Weg des Ökumenischen Rates der Kirchen von seinen Wurzeln in Europa vor dem Ersten Weltkrieg bis hin zur Geschichte seiner zehn aufeinanderfolgenden Vollversammlungen nach. Jede Versammlung, so zeigt Norwood, hat einen spezifischen regionalen Kontext aufgesucht und sich damit beschäftigt, während sie sich gleichzeitig mit den sich entwickelnden Anliegen der weltweiten Christenheit in einer sich schnell verändernden kirchlichen und geopolitischen Landschaft befasst. Aus Rezensionen zweier ehemaliger stellvertretender ÖRK-Generalsekretäre: „Ich begrüße diese Veröffentlichung und empfehle sie allen, die sich daran erfreuen möchten, worum es beim ÖRK geht. Es ist sehr inspirierend und wird Sie täglich auf die ÖRK-Website führen, damit Sie andächtig auf dem Pilgerweg des ÖRK bleiben können.“ – Mercy Oduyoye, methodistische Theologin aus Ghana „Dies ist eine lebhafte, fesselnde und informative Geschichte für Menschen, die mit der globalen Ökumene verbunden sind, aber noch nicht so viel über den ÖRK wissen. Eine echte Bereicherung und ein tolles Geschenk zum 70-jährigen Jubiläum des ÖRK.“ – Georges Lemopoulos, griechisch-orthodoxer Laienführer Donald W. Norwood,langjähriger Teilnehmer bei ökumenischen Treffen weltweit, ist ein Prediger der United Reformed Church, der sich mit ökumenischer Forschung in Oxford, England, beschäftigt.
Burkardt: Gerhard Tersteegen
Johannes Burkardt Gerhard Tersteegen Die Bernières-Louvigny-Übersetzungen Siegener Beiträge zur Reformierten Theologie und Pietismusforschung Bd. 5 1120 Seiten | 14,8 x 21,0 cm Format Paperback ISBN 978-3-7858-0863-4 Einblicke in eine quietistische Seele und ihre tiefe FrömmigkeitDie im 17. Jahrhundert veröffentlichten Texte des französischen Laientheologen Jean de Bernières-Louvigny waren ein Bestseller. Sie waren auch grundlegend für die Theologie und für die sprachliche Entwicklung des deutschen Pietisten, Autoren und Dichters Gerhard Tersteegen. Intensiv befasste sich Tersteegen mit dem Werk des Bernières-Louvigny, übersetzte, überarbeitete und kommentierte es.Der vorliegende Band enthält die „Geistlichen Liebes-Kernen“, ein nicht veröffentlichtes Manuskript mit Bernières-Übersetzungen Tersteegens, sowie die Bernières-Louvigny-Auswahl „Das verborgene Leben mit Christo in Gott“, die Tersteegen zu Lebzeiten zwischen 1728 und 1756 viermal in immer wieder überarbeiteter Form publizierte.Dr. Johannes Burkardt (Jahrgang 1969):Studium der Fächer Historische Hilfswissenschaften, Neuere Geschichte und Mittellatein in Marburg. Promotion 1997. 2001 – 2003 Referendariat für den Höheren Archivdienst im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Seit 2003 Tätigkeit im Staatsarchiv Münster (ab 2008: Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen). 2014 – 2016 Leiter des Technischen Zentrums des Landesarchivs NRW in Münster, seit 2016 Leiter der Abteilung Ostwestfalen-Lippe des Landesarchivs in Detmold.
Hofheinz | Lückel (Hg.): Zentrale Gestalten evangelischer Kirchengeschichte in Niedersachsen
Marco Hofheinz | Ulf Lückel (Hg.) Zentrale Gestalten evangelischer Kirchengeschichte in Niedersachsen336 Seiten | 15,5 x 23,0 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0785-9 zum eBook gelangen Sie hier Die kirchengeschichtliche Entwicklung Niedersachsens wird maßgeblich durch ihre zentralen Gestalten und exzeptionelle Theologinnen und Theologen bestimmt. Der vorliegende Band trägt diesem Umstand dadurch Rechnung, dass darin ein Überblick über die verschiedenen Epochen niedersächsischer Kirchengeschichte anhand einer Konzentration auf entscheidende Figuren vorgelegt wird. Die Darstellung orientiert sich an bedeutsamen Persönlichkeiten wie der Reformationsfürstin Elisabeth von Braunschweig-Calenberg-Göttingen und dem Reformator Antonius Corvinus, den Akteuren der Emder Synode von 1571, dem Juristen Johannes Althusius, dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz, dem Dichter Gotthold Ephraim Lessing, dem „Erwecker der Heide“ Ludwig Harms, aber auch an zentralen Vertretern der Göttinger Theologischen Fakultät in der Weimarer Republik und schließlich umstrittenen „Kirchenfürsten“ wie August Marahrens und Hanns Lilje.
Stupperich: Westfälische Reformationsgeschichte
Robert Stupperich Westfälische Reformationsgeschichte Historischer Überblick und theologische Einordnung Neu herausgegeben und um aktuelle Literaturangaben ergänzt 552 Seiten | 13,5 x 20,0 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0727-9 zum eBook gelangen Sie hier Das Reformationsjubiläumsjahr 2017 war Anlass neu nach den theologischen und historischen Fundamenten evangelischen Glaubens im heutigen Westfalen zu fragen.Diese Neuausgabe des Standardwerks von Robert Stupperich zur regionalen Reformationsgeschichte im 16. Jahrhundert bietet einen verlässlichen Zugang zu den in den zahlreichen westfälischen Städten und Landesherrschaften maßgeblichen Ereignissen und Akteuren, ihren Motiven und Wirkungen.
Plaga-Verse: Neupietismus im Nationalsozialismus
Matthias Plaga-Verse Neupietismus im Nationalsozialismus Eine Quellenstudie zu neupietistischen Printmedien am Beispiel von »Der Evangelist aus dem Siegerland« Siegener Beiträge zur Reformierten Theologie und Pietismusforschung Bd. 3 624 Seiten | 14,8 x 21,0 cm Paperback ISBN: 978-3-7858-0780-4 Inhaltsverzeichnis + Vorwort Mit Tausenden von Mitgliedern waren die Siegerländer Neupietisten in den 1930er Jahren eine „Massenbewegung“ und repräsentierten als gesellschaftlich einflussreiche Größe einen großen Teil des protestantisch-nationalgesinnten Lagers des Siegerlandes. Dennoch findet die Bedeutung der Gemeinschaftsbewegung in historischen Arbeiten zum Siegerland während des Nationalsozialismus bisher kaum Erwähnung.Das im Titel angeführte Zitat von Matthias Claudius „Gehorche der Obrigkeit und laß die andern über sie streiten“ – den jungen Wehrmachts-Rekruten 1935 von Walter Alfred Siebel auf der Rekruten-Abschiedsfeier im Vereinshaus Hammerhütte zugerufen – wirft die grundsätzliche Frage nach dem widerständigen Potenzial des Vereins für Reisepredigt in der NS-Zeit auf. War der Verein für Reisepredigt in der Bekennenden Kirche aktiv und dem Staat misstrauisch oder gar ablehnend gegenüber eingestellt, wie Jakob Schmitt in den 1950er und 1970er Jahren notierte? Oder hatten die retrospektiven Bewertungen des Schriftleiters und Präses apologetischen Charakter? An welchen Punkten konnten Bekenntnis- und Staatstreue in Einklang gebracht werden und wo gelang dies nicht? Neben der Beantwortung dieser und weiterer Fragen möchte diese Studie mit der Geschichte der Siegerländer landeskirchlichen Gemeinschaft das heterogene Gesamtbild der Evangelischen Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus exemplarisch um eine wichtige Facette ergänzen.Matthias Plaga-Verse (geb. 1980 in Herdecke/Ruhr) studierte an der Georg-August-Universität Göttingen Ethnologie, Religionswissenschaften und Volkskunde. Dem Magisterabschluss mit vorheriger Feldforschung in Tansania schloss sich ein Lehramtsstudium an der Universität Siegen an. Nach dem Ersten Staatsexamen arbeitete Matthias Plaga-Verse als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Frau Prof. Dr. Veronika Albrecht-Birkner in der Forschungsstelle reformierte Theologie und Pietismusforschung an der Universität Siegen. Der Promotion schloss sich das Referendariat für den Schuldienst an. Seit 2018 unterrichtet Plaga-Verse nach Ablegung des Zweiten Staatsexamens die Fächer Ev. Religion, Sozialwissenschaften und Deutsch an einer Realschule im Siegerland.
Schönberger: "Zwischen zwei Stühlen" - Gustav Schönberger
Dennis Schönberger "Zwischen zwei Stühlen" Der Lebensweg des nationalprotestantischen Auslands- und Wehrmachtsoberpfarrers Gustav Schönberger (1898 - 1954) Siegener Beiträge zur Reformierten Theologie und Pietismusforschung (Band 4) 160 Seiten | 14,8 x 21,0 cm Paperback ISBN 978-3-7858-0804-7 Die vorliegende Untersuchung leistet einen noch weithin vernachlässigten und darum wichtigen Beitrag zum gegenwärtigen Erinnern der Zeit des Nationalsozialismus aus der Perspektive der Urenkelgeneration. Die Besonderheit der Arbeit liegt darin, dass der Autor neben der historischen Darstellung der entscheidenden Lebensstationen seines Urgroßvaters das kritisch-konstruktive Gespräch mit diesem gesucht hat. Als Auslandspfarrer in London und Parteimitglied war Gustav Schönberger auf vielfältige Weise sowohl in die Tätigkeiten der sich formierenden Bekenntniskirche in London unter Dietrich Bonhoeffer als auch in die Aktivitäten der Ortsgruppe der NSDAP London verwickelt. Er wurde 1948 im Rahmen der Entnazifizierungspraxis der Gruppe der „Mitläufer“ zugeteilt und noch im selben Jahr durch die Vorläufige Leitung der EKHN unter Martin Niemöller in den Wartestand und zwei Jahre später in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.Das Buch zeichnet sich durch sein multiperspektivisches Vorgehen aus und möchte heutige Leserinnen und Leser zum selbstkritischen Mit- und Gedenken anregen. Lesenswert dürfte es für diejenigen sein, die Interesse an zeithistorischer Kirchengeschichtsforschung haben. Auf ihre Kosten kommen die, die Interesse an den Themen „Kirche und Entnazifizierung“ sowie „Kirche und Nationalsozialismus und „Kirche in der Zeit der Weimarer Republik“ haben.Dr. Dennis Schönberger,geb. 1981 in Haiger (Lahn-Dill-Kreis), wohnhaft in Gummersbach, verheiratet, eine Tochter; Lehramtstudium (2002-2007); promoviert in Ev. Theologie bei Prof. Dr. Georg Plasger, Universität Siegen (2012); StR am Hollenberg Gymnasium Waldbröl und Synodalbeauftragter für das christlich-islamische Gespräch im Kirchenkreis An der Agger (seit 2016); Mitglied des Reformierten Bundes in Deutschland (seit 2020); zzt. Prädikantenausbildung in der EKiR.
Siedek-Strunk: „ ... das Kirchgehen seye nur bloßes Buchstaben werck“.
Stefanie Siedek-Strunk „ ... das Kirchgehen seye nur bloßes Buchstaben werck“. Separation von der Amtskirche als Ausdruck laientheologischer Selbstermündigung im Siegerland in der Mitte des 18. Jahrhunderts Siegener Beiträge zur Reformierten Theologie und Pietismusforschung, Bd. 6 160 Seiten | 14,8 x 21,0 cmPaperback ISBN 978-3-7858-0865-8 Eine Leseprobe Zwischen Taufverweigerung und EkstaseTheologische Selbstermündigung von Laien und Laiinnen, die teils zur Separation von der Amtskirche führte, ist im Siegerland bereits Ende des 17. Jahrhunderts nachweisbar und hat somit eine lange Tradition in der Region.Die Untersuchung beleuchtet exemplarisch die Separation Einzelner, aber auch die ganzer Gruppen in den Kirchspielen Freudenberg, Weidenau und Hilchenbach zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Weiterhin thematisiert sie aus der Separation resultierende Konfliktfelder, wie die Ablehnung von Gottesdienst und Abendmahl und die Konvertikelbildung.Unter Erläuterung und Berücksichtigung des kirchen- und kulturhistorischen Hintergrundes bietet die kirchengeschichtliche Studie einen Einblick in spezifische protestantische Lebenswelten im Siegerland in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen dabei selbstbewusste reformierte Gemeindemitglieder, überforderte Pfarrer und um Ausgleich bemühte kirchliche und weltliche Obrigkeiten.Stefanie Siedek-Strunk,geboren 1969 in Siegen. 2006 Abitur und Aufnahme des Geschichtsstudiums an der Universität Siegen mit zunehmender Fokussierung auf die Kirchengeschichte. Nach dem Abschluss des Masterstudiums wissenschaftliche Mitarbeiterin zunächst am Seminar für Ev. Theologie und später am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen. 2019 Promotion zum Thema „Evangelische Gefängnisseelsorge in der SBZ und den frühen Jahren der DDR (1945 bis 1959)“.Seit 2021 forscht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 1472 „Transformationen des Populären“ der Universität Siegen zu Transformationen populartheologischer Wissensdiskurse im Spiegel der Rezeption von Publikationen Johann Heinrich Jung-Stillings.